Die Geschichte des Schwetzinger Schlosses
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766 |
Erste Erwähnung Schwetzingens im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster in Lorsch. |
1350 |
Es ist bekannt, dass die Familie von Schomberg in Schwetzingen ein ritterliches Wasserschloss besitzt. |
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1420 |
Bau der gotischen "steinernen Kemenate". Schwetzingen wird zum Jagdschloss des Kurfürsten von der Pfalz. Er residiert in Heidelberg, seine Jagdgebiete befinden sich im Haardtwald; damit liegt Schwetzingen auf halbem Weg und bietet sich ideal als "Raststätte" für die feine Gesellschaft an. |
1635 |
Während des 30jährigen
Krieges wird die Anlage - ebenso das ganze Dorf niedergebrannt. Als
Kurfürst Carl Ludwig das Schloss nach dem Kriege wieder aufbaut,
hängt das mit einer Liebschaft zusammen: Der Kurfürst war
eine unglückliche, auf wirtschaftlichen Zwängen basierende
Ehe mit der reichen Charlotte von Hessen-Kassel eingegangen. Nach der
Geburt des Kronprinzen, des späteren Carl II., und der Kronprinzessin
Liselotte von der Pfalz, die später durch Heirat Herzogin von Orléans
wird, wendet sich der amtierende Kurfürst Carl Ludwig der Hofdame
Luise von Degenfeld zu, die er - in für ihn angenehmer Reichweite
von Heidelberg - im Schwetzinger Schloss unterbringt. |
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1689 |
Erneute Zerstörung
des Schlosses im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges. Der neue
Kurfürst Johann Wilhelm baut mit den Geldern seiner reichen Frau,
der Medici-Erbin Maria de Medici das Jagdschlösschen wieder auf
- ebenso das zerstörte Heidelberger Schloss. |
1710 |
Fertigstellung des Hauptbaus |
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ab 1719 |
Sommerresidenz des Kurfürsten Carl Philipp; Schwetzingen bleibt Sommerresidenz während des ganzen 18. Jahrhunderts. |
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1742 |
Carl Theodor wird Kurfürst
nach dem Tod von Carl Philipp. Und damit beginnt die eigentliche Geschichte
des Schwetzinger Schlossgartens. |
ab 1761 |
Carl Theodor beauftragt den Lunéviller Architekten Nicolas de Pigage, einige "petits changements" am Schloss vorzunehmen. Ursprünglich hatte man einen kompletten Neubau in Erwägung gezogen. Da erleidet Elisabeth Augusta, die Gemahlin von Carl Theodor eine Fehlgeburt; die Ärzte warnen sie vor weiteren Schwangerschaften. Dies und die Pflichten des Hofes sowie die spätere Berufung Carl Theodors nach München führen dazu, dass Carl Theodor diesen Plan eines Neubaus verwirft. |
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Stattdessen lässt er das Schloss erweitern, so dass es auch für gesellschaftliche Anlässe unter Beachtung der höfischen Etikette ausgestattet ist. In den neuerrichteten Zirkelbauten spielt sich das Hofleben ab. Speise-, Ball- und Spielsäle ermöglichen dies. Hinzu kommt ein hübsches kleines Theater, dessen Bühne viermal so groß wie der Zuschauerraum ist und in dem erlesenste Kunst dargeboten wird. Wenngleich die Innenausstattung des Schlosses selbst vergleichsweise eher bescheiden bleibt, so ist doch das Ambiente durchaus "standesgemäß". |
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1799 |
Carl Theodor stirbt. Sein Nachfolger ist sein Neffe Max IV. Joseph aus Zweibrücken. Es sind die Jahre der französischen Revolution (1789), die Unruhen und Umwälzungen in ganz Europa auslösen. Der neue Kurfürst zieht nach Bayern. Neuer Schlossherr wird Carl Friedrich von Baden. Zusammen mit seiner Frau und seinem Enkel, dem Thronfolger Carl Ludwig von Baden bezieht er das Schloss. |
1806 |
Carl Ludwig und seine Frau Stefanie Napoléon nutzen das Schloss als Sommerresidenz bis 1818, als Carl Ludwig stirbt. |
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1838 |
Renovierung des Schlosses |
1849 |
Das Schloss wird vorübergehend zum Hauptquartier des Hofes, der nunmehr in Karlsruhe residiert. Durch die zunehmende Mobilität - die Eisenbahn verkehrt inzwischen regelmäßig zwischen Schwetzingen und Karlsruhe - wird das Schloss jedoch immer weniger besucht. Es verkommt zu einem Möbellager. |
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ab 1919 |
Das Schloss wird als Museum benutzt. |
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Um 1930 |
Renovierung des Schlosses - mit "neumodischen" Tapeten und so .... |
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1939 bis 1945 |
Zweiter Weltkrieg: Das Schloss wird wieder zum Möbellager. |
1945 / 46 |
Besetzung des Schlosses durch die französische Armee, die vieles zerstört oder entwendet. |
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nach 1946 |
Brunnenmeister Karrer wird beauftragt, das Schloss wieder herzurichten und zu möblieren. |
1975 |
Schließung des Schlosses wegen Baufälligkeit und Restaurierung. |
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ab 2000 |
Der Schwetzinger Schlossgarten
wird als Bestandteil des Weltkulturerbes der UNESCO vorgeschlagen. Die
Verhandlungen laufen noch .... |