Schlossgarten Schwetzingen

Moschee

Kuppel der Moschee



Jüngster Teil der Schwetzinger Gartenanlage ist die Moschee, die in den "türkischen Garten" eingebettet ist und von dem lothringischen Baumeister Nicolas de Pigage (1723 - 1796) im Jahre 1780 konzipiert und gebaut wurde.


Moschee am Teich


Elemente aus dem maurisch-islamische Baustil sind vereint mit der Phantasie eines Märchens aus 1001 Nacht; extravagant und prunkvoll verzaubert die Moschee auch heute noch den Besucher mit ihrer fremdländischen Idylle. - Das Zentrum der Moschee bildet die runde Kuppel, an die quadratische Seitenräume angrenzen. - Orientalisch auch das Interieur: Der Boden besteht aus Marmor-Mosaiken.

Stuckarbeiten zieren die Decke. Acht Pilaster tragen das Gesims. Malereien und Vergoldungen verschönen die Wände. Der Gesamteindruck einer "echten" Moschee wird noch ergänzt durch Priesterräume im Inneren. Dennoch: Für islamische Gottesdienste wird die Schwetzinger Moschee nur sehr selten genutzt.

Zwei Minarette, die man leider nicht besteigen kann, schmücken die Seiten der Moschee. Vor dem nördlichen Portal liegt ein kleiner Weiher; an die südliche Seite grenzt ein Bet- und Wandelgang aus feinen Holzgitterarbeiten.

Der Wandelgang mit seinen Licht- und Schattenspielen lässt den gestressten Besucher erfahren, was Lustwandeln heißt. An seinen Außenmauern - ebenso wie an der Decke der Kuppel - stehen Sprüche aus dem Koran.

Der Garten südlich des Moscheehofes bezaubert besonders im Frühjahr, wenn die rosafarbenen Kirschblüten das neue Jahr begrüßen.

Löwen bewachen den Eingang zum Lustgarten